Das Landgericht entschied sich gegen eine Haftstrafe
Bildquelle: WDR / Christoph HensgenDie Staatsanwaltschaft hatte dem jungen Mann versuchten Mord vorgeworfen. Sie geht genauso wie die Richter davon aus, dass der 25-Jährige im Dezember vergangenen Jahres unter einer Psychose litt, als er mit der Fahrt mit einem gestohlenen PKW von der Nordstadt nach Beuel und zurück eine Spur der Verwüstung hinterlassen hatte.
In 45 Minuten von der Bonner Nordstadt nach Beuel und zurück
25-Jähriger baut Unfall mit einem gestohlenen Geländewagen
Bildquelle: Christoph HensgenAnfang Dezember soll der heute 25-Jährige einen Mercedes der G-Klasse auf dem Gelände einer Autowerkstatt im Bonner Norden gestohlen haben und losgefahren sein. Einen Führerschein besaß der junge Mann nicht.
Über den Bertha-von-Suttner-Platz und die Kennedybrücke ging es nach Beuel - und von dort wieder über den Rhein zurück, zum Ausgangspunkt der Fahrt: auf die Bornheimer Straße.
25-Jähriger hinterlässt Spur der Verwüstung
Trotz der kurzen Fahrzeit hinterließ der 25-Jährige laut Staatsanwaltschaft eine Spur der Verwüstung. Mehrere beschädigte Autos, Schilder, ein Bauzaun, eine Ampel.
Und um ein Haar hätte die Fahrt einen 78-Jährigen das Leben gekostet, so der Vorwurf. Am Kreisel Ellerstraße, sagt die Staatsanwaltschaft, fuhr der Mann ungebremst auf den Wagen des Mannes auf, schob ihn mit voller Wucht in den Kreisverkehr.
Irrfahrt endet um ein Haar tödlich
Als der Senior ausstieg, um den Schaden zu begutachten, soll der Beschuldigte mehrfach mit dem gestohlenen Mercedes auf ihn zugefahren sein.
Beim ersten Mal hatte der Mann großes Glück: Er wurde so zur Seite geschleudert, dass er nicht direkt vom Geländewagen erwischt wurde. Dann verhinderte ein anderer Autofahrer Schlimmeres. Geistesgegenwärtig setzte der sein Auto zwischen den Geländewagen und den Verletzten.
Der Mann fuhr ungebremst auf den Wagen eines Mannes auf und schob ihn in den Kreisverkehr
Bildquelle: Christoph Hensgen