Der Schriftzug "Kodi" über der Tür einer Filiale

Zweiter Insolvenzantrag in kurzer Zeit: Kodi hat Probleme

50 Filialen vor dem Aus Discounter Kodi meldet wieder Insolvenz an

Stand:

Der Discounter Kodi hat zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren Insolvenz angemeldet. Was das für Läden und Mitarbeiter bedeutet.

Es ist erst zwei Jahre her, da hat einer der bekanntesten Discounter in NRW Insolvenz angemeldet. Kodi hatte damals ein Schutzschirmverfahren beantragt. Von ursprünglich 240 Filialen sind am Ende der Sanierung noch 150 übrig geblieben. 500 Mitarbeitenden wurde damals gekündigt.

Jetzt hat der Discounter mit Firmensitz in Oberhausen wieder große Probleme. Er hat beim Amtsgericht in Halle (Saale) einen Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Die bisherige Geschäftsführung bleibt erst einmal im Amt und will die Sanierung selbst leiten. "Die Ausgangslage ist allerdings nicht einfach - das müssen wir ganz offen sagen", sagt Kodi-Geschäftsführer Fabian Grund.

Kodi-Läden in NRW sollen schließen

Der Discounter rechnet damit, dass 50 der 150 Filialen schließen müssen. Welche genau, ist noch offen. Fast alle Kodi-Filialen befinden sich in NRW. In Köln zum Beispiel gibt es zwölf Läden, in Essen sechs.

Parallel zur Schließung sollen auch Arbeitsplätze abgebaut werden. Ein erneuter Schock für die Mitarbeiter. "Dass wir ihnen diese Perspektive geben müssen, tut uns außerordentlich leid", sagt Grund. Immerhin: Bis September sind die Gehälter der Mitarbeiter durch das Insolvenzgeld gesichert. Aktuell arbeiten rund 1.200 Menschen im Unternehmen.

Discounter Kodi kämpft mit mehreren Problemen

Kodi spricht von "anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen im deutschen Einzelhandel". Ganz konkret: Die Konsumstimmung sei schwach, der Wettbewerbsdruck durch den Online-Handel steige, Energiekosten und Mieten seien hoch. Der Discounter will alle Maßnahmen jetzt prüfen und in den nächsten Wochen abstimmen.

Die Discounterkette wurde Anfang der 1980er Jahre gegründet. In den Läden gibt es vor allem Haushaltswaren und Drogerieartikel - vom Abfalleimer bis zur Zahnbürste. Der Sitz der Gesellschaft ist in Landsberg in Sachsen-Anhalt. Deshalb wurde dort auch der Insolvenzantrag gestellt.

Kodi meldet erneut Insolvenz an

WDR 15.07.2026 00:30 Min. Verfügbar bis 14.07.2028

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Unsere Quellen:

  • Pressemitteilung Kodi
  • Homepage Kodi
  • Nachrichtenagentur dpa

Sendung: WDR.de, Kodi meldet erneut Insolvenz an, 15.07.2026, 8:02 Uhr

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