Nutrias sind eine invasive Art, die sich schnell verbreitet.
WDR. 01:01 Min.. Verfügbar bis 11.03.2028.
Noch im Herbst 2023 lag die Nutria-Population in der Bonner Rheinaue bei weniger als zehn Tieren. Im vergangenen Herbst wurden wieder mehr als 80 gezählt. Daher zieht die Stadt Bonn nun Konsequenzen: Am Montag teilte sie mit, dass eine kontinuierliche Bejagung der Biberratten dafür sorgen soll, dass die Zahl der Tiere wieder sinkt.
Nutrias gelten als invasive Art
In den kommenden Monaten werden daher Jäger in der linksrheinischen Rheinaue unterwegs sein. Schon in den Jahren 2022 und 2023 wurden Nutrias dort bejagt. Die Tiere haben bei uns keine natürlichen Feinde und können sich deswegen stark vermehren. Sie stammen ursprünglich aus Südamerika und gelten bei uns als sogenannte invasive Arten.
Sie schaden dem Ökosystem, sagt die Stadt Bonn. Die Tiere würden zum Beispiel Baumrinde und Unterwasserpflanzen in den sanierten Rheinauenseen abfressen. Dabei spielen die Pflanzen eine wichtige Rolle für die Seen.
Bejagung der Nutrias als gesetzliche Verpflichtung
Die Stadt begründet auch mit rechtlichen Vorgaben die Bejagung der Nutrias. Damit würden eine EU-Verordnung und das Bundesnaturschutzgesetz zur Eindämmung der Verbreitung invasiver Arten umgesetzt. Die Stadt Bonn bittet außerdem dringend darum, Nutrias nicht zu füttern. Wer gegen das Verbot verstößt, riskiert ein Bußgeld.
Unsere Quellen:
- Pressemitteilung der Stadt Bonn
Sendung: WDR.de, In Bonn sollen bald wieder Nutrias gejagt werden, 11.05.2026, 16:06 Uhr