Die Rhein-Fähren werden seit der Brückensperrung sehr oft genutzt

Bildquelle: Josef Kaiser

WDR 2 Min. 42 Sek. Verfügbar bis 24.08.2028

Schulstart bei Nordbrücken-Sperrung So wichtig werden in Bonn jetzt Rhein-Fähren

Stand:

In Bonn drohen wieder Staus zum Schulstart kommende Woche. Doch die Rhein-Fähren fahren nach dem Niedrigwasser jetzt wieder und könnten eine Lösung für das Verkehrschaos sein. Sollten sie als offizieller ÖPNV mit dem Deutschlandticket nutzbar sein?

Ab nächster Woche geht die Schule wieder los und auch der Verkehr wird in Bonn wieder deutlich anziehen. Die Nordbrücke ist immer noch gesperrt und es wird weiter um das Endenicher Ei und den Godesberger Tunnel gebaut. Aber: Die Fähren über den Rhein fahren wieder. Und ihre Rolle könnte künftig gestärkt werden.

Jonathan Grunwald, Landtagsabgeordneter CDU

Jonathan Grunwald, Landtagsabgeordneter CDU

Bildquelle: Josef Kaiser

Fähren sollen nicht mehr nur als außergewöhnliches Verkehrsmittel genutzt werden, sondern als Teil des normalen ÖPNV, fordert Jonathan Grunwald von der CDU:

"Wir müssen die Fähren wirklich als Standard-Verkehrsmittel begreifen. Und man sieht das auch an den Fähren hier im Rheintal, wie regelmäßig sie benutzt werden - auch von Berufspendlern, nicht nur von Ausflüglern und Touristen, sondern auch gerade von denjenigen, die darauf angewiesen sind, über den Rhein zu kommen." Jonathan Grunwald, Landtagsabgeordneter CDU

Mit dem Deutschlandticket kostenlos auf die Fähre

Wenn die Fähren genauso normal genutzt werden sollen wie Bus und Bahn, stellt sich natürlich direkt die Frage nach dem Preis. Grunwald fordert deshalb, dass das Deutschlandticket auch für Fähren gelten soll. Das ist bisher aber nur auf der Rhein-Verbindung zwischen Königswinter und Mehlem so - und das auch nur für Radfahrer und Fußgänger.

Die Fährenbetreiber selbst haben in den vergangenen Wochen mit Niedrigwasser vor allem bemerkt, dass der Rheinpegel sie vor Probleme stellt. Bis auf die Mondorfer Fähre mussten alle Fährverbindungen pausieren, weil der Rhein einfach zu niedrig war. Langfristig wird da wohl nur ausbaggern helfen.

Rhein ausbaggern und Rampen verlängern

Auf der Strecke zwischen Godesberg und Niederdollendorf muss der Rhein ausgebaggert werden, damit die Kiesbank nicht auch beim nächsten Niedrigwasser den Verkehr lahmlegt. Doch die Kosten sind immens: ein fünfstelliger Betrag würde dafür benötigt. Betriebsleiter Ingo Schneider-Lux schreckt da noch zurück.

Eine Fähre mit voll beladenen Autos

Zwischen Bad-Honnef und dem Rolandseck wurde schon ausgebaggert.

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Auf der Fährstrecke zwischen Bad Honnef und dem Rolandseck sind sie da schon weiter - dort wurde der Rhein schon ausgebaggert. Allerdings ist die normale Rampe immer noch zu hoch über dem Rheinpegel. Deshalb hält die Fähre an einer nahegelegenen, sogenannten NATO-Rampe.

Davon gibt es noch mehrere am Ufer des Rheins. Deshalb gibt es Überlegungen, die Rampen zu verlängern, damit die Fähren auch bei Niedrigwasser fahren können. Außerdem könnten die Fähren dann vielleicht auch wieder Lkw mit über den Rhein nehmen.

Fluss mit einer Rampe

Auch in Bornheim-Widdig gibt es so eine NATO-Rampe

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Unsere Quellen:

  • WDR-Gespräch mit Ingo Schneider-Lux
  • WDR-Gespräch mit Jonathan Grunwald, CDU-Landtagsabgeordneter
  • WDR-Gespräch mit Sabrina Bockshecker

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bonn, 24.08.2026, 19:30 Uhr

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